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Das können Sie bei uns erleben:
Trockenes Paradies
Harte, knorrige Kameldornbäume - wahre Photo-Modelle! Und nur ein paar hundert
Meter weiter wunderbar schattige Apfelblatt-Bäume. Dichte, dornige Acacia
mellifera (Schwarzdorn), - undurchdringlich für die meisten Tiere - und ein kleines
Stückchen dahinter Gebüsch aus
Gelbholz - es wechselt mit den Jahreszeiten die Farbe von silbergrün bis rostbraun.
Dem Auge schmeichelnd... Das wahre Sandveld!
Die Vegetation Namibias lässt sich in
drei Zonen einteilen:
Trockenes Waldland, Savanne und Wüste. Das Sandveld liegt in der Kameldorn-Savanne
der Zentralen Kalahari. Gräser und hölzerne Arten konkurrieren um den gemeinsamen
Lebensraum. Die Gefahr der Verbuschung steigt rasant dort, wo mehrjährige Gräser
zerstört werden. Um in dieser Gegend Vieh zu halten, erfordert nicht nur Kenntnis
von Tier- und Pflanzenwelt sondern auch viel Einfühlungs- und Anpassungsvermögen.
Aufgrund seiner vielfältigen Flora verfügt das Sandveld über ein großes Potenzial,
das in weiten Teilen noch nicht erschlossen ist. Die einheimischen Stämme besaßen
viel Wissen über medizinische Verwendungsmöglichkeiten und den Ernährungswert der
Pflanzenarten, Erfreulicherweise ist davon vieles professionell festgehalten
worden. Die Nutzung der international bekannten Teufelskralle aus der Region
ist nur ein Beispiel … Was könnte noch alles seinen Anfang in unserem
Sandveld nehmen?
Vogelwelt
Jeder, der sich für Ornithologie interessiert oder einfach nur Freude daran hat,
die Vogelwelt zu beobachten, wird im Sandveld auf seine oder ihre Kosten kommen.
Viele jagdbare und geschützte Arten kommen in unserer Gegend vor.
Auf den Straßen werden Sie von Perlhühnern und Frankolinen begrüßt, die immer wieder
in Gruppen Ihren Weg kreuzen. Dies ist nicht ungefährlich: zahlreiche Windschutzscheiben
gingen schon durch das unvorhersehbare Verhalten der Vögel zu Bruch! Bitte fahren
Sie entsprechend vorsichtig!
Eine Vielzahl an Vögeln tummelt sich in der Nähe der
Farmhäuser und Wasserlöcher, insbesondere in den kühleren Monaten des Jahres.
Die Sandveld Fauna
Das Sandveld bietet einen idealen Lebensraum für eine große Tiervielfalt, seien es
Vögel, Insekten, Antilopen, Reptilien oder Raubtiere. Es ist noch nicht sehr lange
her, dass die Region von Buschleuten bewohnt wurde. Sie entnahmen dem Ökosystem nur,
was sie zum Überleben brauchten und lebten in Harmonie mit ihrer natürlichen Umgebung.
Erst in jüngster Vergangenheit zogen sich mit der Entwicklung der Farmen Arten aus dem
Sandveld zurück oder starben sogar aus.
Die Sandveld Conservancy ist ein Zufluchtsort für Antilopen wie Kudu, Oryx,
Hartebeest und auch für die größte Antilopenart, das Eland. Es gibt auch kleinere Arten,
wie den Kronenducker und das Steinböckchen. All diese Tiere leben in unserer Conservancy
und können frei umherziehen.
Es ist unser erklärtes Ziel und wir bemühen uns sehr, Tiere wie den Springbock, die
Impala-Antilope oder Giraffen, die hier zum Teil früher einmal beheimatet waren, anzusiedeln.
Andere Tiere wie Elefanten, Nashörner, Löwen, Hyänen oder der Afrikanische Wildhund kommen
zum Teil sporadisch vor, können aber in unser bestehendes Öko- und Farmsystem nicht
integriert werden.
Warzenschweine, Ameisenbären, Stachelschweine, Schuppentiere, Löffelhunde,
Erdwölfe und verschiedene Mungo-Arten finden ideale Lebens- bedingungen in unserer Region. Der
weiche Sand, die vielen Pflanzen- und Insektenarten sorgen für eine Fülle von Nahrung und
damit für gute Überlebenschancen. Wenn Sie ein wenig Zeit im Busch verbringen, haben Sie mit
ein bisschen Geduld gute Chancen, die meisten dieser Tiere in freier Wildbahn zu erleben.
Raubtiere kommen bei uns ebenfalls häufig vor und haben ihren festen Platz in einer gesunden
Umwelt. Gepard, Schakal, Rotkatze, zwei Arten der Ginsterkatze, die afrikanische Wildkatze,
braune Hyänen und manchmal sogar ein Serval, finden genug Wild für ihre Jagd und können
nachts beobachtet werden. Gelegentlich wird auch ein Leopard oder sogar ein Löwe gesichtet,
der durch die Conservancy zieht. Aus der Gattung der Reptilien kommen bei uns Warane sowie
verschiedene Schlangenarten vor (z.B. Schwarze Mamba, Puffotter und Hornviper). Sogar die
Kleine Python und die Große Python werden hin und wieder in der Conservancy beobachtet.
Das Überleben all dieser Arten kann nur durch einen guten gemeinschaftlichen Managementplan
gesichert werden, der auf eine maximale Vielfalt der Wildtiere und auf ein Leben in Harmonie
mit dem Ökosystem abzielt.
Dies ist der Grund für unser Motto in der Sandveld Conservancy:
Together we conserve more!
Gemeinsam erhalten wir mehr!
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Viehzucht
In der Conservancy wird üblicherweise Rinderaufzucht unter Nutzung der natürlichen
Vegetation betrieben. Damit die Gräser, Büsche und Bäume wieder nachwachsen können,
bzw. um bei Trockenheit eine Zerstörung der Vegetation zu verhindern, wird das Vieh
von einem Kamp in den nächsten umgestellt. Ein Kamp besteht meistens aus ungefähr
200 ha umzäuntem Land. Das Wild wird durch diese Rinderzäune kaum behindert.
Kudu und Elandantilopen überspringen sie mit Leichtigkeit, während andere Arten
unter den Zäunen hindurch kriechen.
Geographie und Wetter
Die Sandveld Conservancy liegt am südöstlichen Rand der Omuramba Omatako Flussniederung,
im nordöstlichen Okahandja- und im südöstlichen Otjiwarongo-Distrikt auf einer Höhe von
ca. 1400 m. Selbst die sporadischen schweren Gewitterstürme bewirken nur einen geringen
Wasserabfluss an der Oberfläche, aufgrund der geringen Steigung im Gelände und die
durchlässigen, meist gelben oder roten Sandböden der nördlichen Kalahari.
An der südlichen Grenze der Conservancy befindet sich die einzige topographische
Besonderheit, der Otjosondu-Berg, der ca. 100 m aus der umliegenden Ebene ragt. Er wurde
von der Deutschen Schutztruppe mit Hilfe eines Heliographen zur Kommunikation mit dem
Waterberg genutzt. Heute trägt er einen Radiosender für die umliegenden Farmer. An seinem
Fuß und weiter Richtung Osten wird Mangan abgebaut, während 20 km westlich auch heute noch
Kalzedon, ein Halbedelstein, gewonnen wird.
Nur im Norden ist die Grenze der Sandveld Conservancy durch einen wildsicheren 2,20 m hohen
Veterinärzaun deutlich sichtbar. Hier schließt sich Hereroland-West an, staatliches Land,
das kommunal bewirtschaftet wird. Im Westen und Süden befinden sich die Waterberg Conservancy
bzw. die Hochfeld Conservancy.
Die frühere Minen Siedlung Otjosondu, 15 km westlich von Imkerhof, wird heute als Grundschule
genutzt, die etwa 600 Kinder beherbergt. Otjosondu und eine Missionarsschule in Imkerhof mit
angeschlossenem Waisenheim sind außer den jeweiligen Farmgebäuden die einzigen Niederlassungen
in der Region.
Trotz der relativ hohen Sommerregenfälle von durchschnittlich 420 mm und der warmen bis heißen
Sommer und milden Winter wird keine Feldwirtschaft betrieben. Dies ist wegen der armen sandigen
Böden nicht möglich. Schwankende Regenmengen, sowohl innerhalb einer Saison als auch von Jahr
zu Jahr, und die hohe Wasserverdunstung (3,6 m jährlich) sind weitere Gründe.
Die geringe Bevölkerungsdichte von ca. 1 Person je 2 km2 sowie die Abhängigkeit
von den natürlichen Gegebenheiten sind zum Einen die große Attraktion der Sandveld Conservancy,
zum Anderen aber auch ihre große Herausforderung.
Die Natur als Künstlerin...
Lassen Sie sich von den Bildern unserer Galerie in die rechte Stimmung versetzen!
Die Szenen wurden von einem Gast aufgenommen, der die Conservancy zu Pferd bereist hat.
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