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Unser Alltag
Das "Mistkäfer-Prinzip"
Haben Sie schon einmal einem Mistkäfer bei seinem mühsamen und doch kunstvollen Tagewerk
zugesehen? Indem er seinen Körper als Hebel benutzt bricht er ein Stück von einem Haufen
Dung, sucht sich ein passendes Stück heraus und formt es zu einer oftmals perfekten Kugel,
während er es an einen sicheren Ort schafft um seine Eier hinein zu legen. Er krabbelt
stundenlang rückwärts und rollt seine Mistkugel hunderte von Metern weit, häufig
über unebenes Gelände, bevor er beginnt, ein Loch zu graben. Darin wird die Mistkugel
eingegraben, in der sich nach einer Weile die Larven entwickeln, die so einen sicheren Start ins
Leben haben.
Als wir die Sandveld Conservancy gegründet haben, haben wir uns am „Mistkäfer-Prinzip“
orientiert: Wir wollten die Natur nutzen, ohne sie auszunutzen. Wir müssen oft rückwärts
gehen, ohne zu wissen, was vor, bzw. hinter uns liegt. Und meist sind unsere Wege alles
andere als eben.
Aber die Liebe und Begeisterung für unsere schöne Heimat und das Wissen um die Notwendigkeit,
sich aktiv für den Naturschutz einzusetzen, lassen uns unsere Ziele erreichen:
Dieses schöne Stück Natur um seiner selbst und um unseretwillen zu erhalten, für zukünftige
Generationen, für diejenigen, die es noch nie gesehen haben und für diejenigen, die es
immer wieder sehen wollen, nachdem sie einmal hier gewesen sind.
Unsere Grundlage:
Die ursprünglichen Pflanzen, Gräser, Büsche und Bäume sind die Grundlage für unsere
landwirtschaftlichen Betriebe. Alle Aktivitäten müssen mit dem Ökosystem vereinbar sein
um langfristig das Überleben von Menschen, Tieren und Pflanzen sicherzustellen.
Rinderzucht:
Das Fleisch von Rindern, die sich von der natürlichen Vegetation ernähren, war fast die
einzige Ware, die während der vergangenen 60 Jahre in dieser Region produziert wurde.
Mit Hilfe von rindersicheren Zäunen werden die Herden jeweils auf bestimmten Weiden
oder in Kamps gehalten, so dass sich auf einem Großteil der Farmflächen die Pflanzen
erholen bzw. nachwachsen können, je nach Jahreszeit. In unserer gesunden Natur wachsen
die Rinder frei von Medikamenten auf. Dies wird begünstigt durch das relativ trockene
Klima, die geringe Viehdichte und auch durch die nomadische Weidenutzung.
Gras- und Pflanzennutzung:
In der Vergangenheit führte Überweidung zu einer Vernichtung der Grasanteile und
ermöglichte das Vordringen bestimmter Dornbuscharten. In der Conservancy bemühen wir uns,
dieser Verödung entgegen zu wirken:
- Buschdickichte werden beseitigt. Aus ihnen wird Holzkohle gewonnen und wo es nötig ist, wird Gras gepflanzt. Auf diese Weise werden auch einige zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.
- Totes Holz von Büschen und Bäumen wird verwendet, um Zäune zu bauen, ohne die entsprechenden Pflanzenarten ganz zu verdrängen.
- Teufelskralle kommt in fast allen Teilen der Conservancy vor und wird nachhaltig geerntet.
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