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Herzlich willkommen im Sandveld ...

Die Sandveld Conservancy wurde im April 1999 gegründet. 10 Farmerfamilien haben sich zusammengetan, um gemeinsam das Ökosystem im Sandveld zu erhalten und zu verbessern.


Für die aktivste
Conservancy 2008/2009
Unsere Initiative hat zu Beginn ca. 80.000 Hektar kommerzielles Farmland einbezogen. Es wurde schnell deutlich, dass nur durch gute Kommunikation und Kooperation bei den in der Region ansässigen Menschen eine Einstellungsveränderung zur heimischen Fauna und Flora zu erreichen war. Die übermäßige Nutzung der natürlichen Ressourcen (z.B. der Teufelskralle) und die fortschreitende Reduzierung bedrohter Arten (z.B. des Geparden) waren zwei der wesentlichen Gründe, die uns zu raschem Handeln motivierten. Zugleich wollten die Mitglieder der Conservancy Besuchern die verborgenen Wunder ihrer Region erschließen.

In den darauf folgenden Jahren ist viel erreicht worden. Es wurden Mitglieder gewonnen durch die Bildung von Arbeitsgruppen zu Themen wie „Wild-Management“, „Regionaler Tourismus“ oder „Nutzung der Teufelskralle“ .

Die Herausforderung für die Sandveld Conservancy besteht darin, die Rinderzucht und -haltung, also die ökonomische Basis der Region, mit der bestehenden Fauna und Flora in Einklang zu bringen sowie die (Wieder-) Ansiedlung bestimmter Pflanzen- und Tierarten zu unterstützen und dabei eine zunehmende Anzahl von Farmern und Gemeinden einzubeziehen.

Nach mehreren Jahren harter Arbeit haben wir ein solides Fundament geschaffen, auf das wir stolz sind und auf dem wir und unsere Kinder in Zukunft aufbauen wollen.


Weitere Informationen zum Thema "Farmen in Namibia" finden Sie hier:



Bewohner des Sandvelds

Die ersten Menschen, die das Sandveld durchstreiften, gehörten zum Volk der San. Sie werden häufig auch Buschleute genannt. Einige leben und arbeiten heute noch auf Farmen in unserer Gegend. Leider ist vieles aus ihrer früheren nomadischen Lebensart und von ihren exzellenten Jagdfertigkeiten durch die Zivilisation verloren gegangen.

Viel später, um das Jahr 1800, kamen die Herero-Stämme mit ihren Rindern in das Sandveld. Sie verdrängten die San in die trockeneren Gebiete der Kalahari oder setzten sie als Arbeiter ein. Viele der Herero-Farmnamen stammen aus dieser Zeit.
Im späten 19. Jahrhundert kamen mit den Missionaren die ersten weißen Siedler. Zwischen 1930 und 1947 wurden viele Farmen von der Regierung mit einer „Graslizenz“ vergeben und konnten später, wenn die Farmer ihre Auflagen erfüllt hatten, gekauft werden.

Auf dem Hügel Otjosondu wurde während und nach dem Hereroaufstand von der deutschen Schutztruppe ein Heliograph betrieben. In der Nähe befindet sich ein Friedhof, der von den Farmern der Umgebung jährlich gepflegt wird. Als auf diesem Hügel ein Radiosender errichtet wurde, wurden einige interessante Gebrauchsgegenstände und auch Abfall der Schutztruppe wie Dosen, Flaschen und Patronen gefunden.

Heute sind die kommerziellen Farmer meist deutsch- oder afrikaanssprechende Namibier, aber auch einige Herero und Rehoboth-Bastards. Die Mitarbeiter auf den Farmen bilden einen Querschnitt durch alle namibischen Gruppen, Kavango, San, Ovambo, Nama, Damara und Herero.

Der folgende Kommentar beschreibt unsere Conservancy und unsere Gemeinschaft sehr treffend. Er stammt von zwei Besuchern, die 2 Wochen lang, geführt von einem Begleiter aus dem San-Volk, von Farm zu Farm geritten sind:
„Von der Hauptstraße aus wirkt die Gegend ziemlich eintönig: flaches Land mit reichlich Busch und einigen Bäumen. Aber wenn man die Hauptstraße verlässt, und auf den kleineren Sandwegen zu Fuß, mit dem Pferd oder auch gemächlich mit dem Auto unterwegs ist, entdeckt man immer wieder verschiedene neue Perspektiven und bekommt einen ganz anderen Eindruck. Die eigentliche Attraktion aber sind die Menschen, die hier leben. Jeder einzelne ist auf seine eigene Art durch das Leben hier und seinen kulturellen Hintergrund geprägt und sie haben klare Vorstellungen über ihre Zukunft. Die Menschen sind nicht weltfremd, sehr kommunikativ und sehr erfinderisch, um auf ihrem Weg ein Stück voran zu kommen.“

Unsere Versammlungen sind ziemlich lebhaft. Ohne Tagesordnung und Protokoll würden unsere Diskussionen nicht wieder einzufangen sein. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir den Wildzählungen und den Berichten der Arbeitsgruppen (Wild- und Umweltmanagement, Tourismus und Besondere Ressourcen wie z.B. die Teufelskralle).


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